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nach § 40 SGB V von allen
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Rehabilitationseinrichtung anerkannt und auch beihilfefähig (OPS
8-918).
Postthrombotisches Syndrom
27. Durchblutungsstörungen
-----27.1 venöse Durchblutungsstörungen
------------27.1.1
Postthrombotisches Syndrom
------------27.1.2 Ulcus
cruris
-----27.2 arterielle
Durchblutungsstörungen
Als postthrombotisches Syndrom werden eine Reihe von Krankheitszeichen bezeichnet, die nach einer Thrombose (= Bildung von Blutgerinnsel) der tiefen Bein- und Beckenvenen bestehen bleiben oder sich im Laufe der Zeit entwickeln. Ursächlich ist eine Abflußbehinderungen im Bereich der thrombotisch geschädigten Venenabschnitte und / oder Insuffizienz (= ungenügende Funktion ) der Venenklappen.
Es wird geschätzt, daß ein postthrombotisches Syndrom bei ca. 5% der Bevölkerung vorliegt. Die Betroffenen werden durchschnittlich 8 Jahre früher berentet und sind 2 Monate pro Jahr arbeitsunfähig. In ca. 6-8% der Fälle mit einem postthrombotischen Syndrom tritt ein Ulkus cruris (= offenes Bein) auf. Bei ca. 1 Million Bundesbürgern besteht ein venöses (= blutaderbedingtes) Ul kus, das in einem erheblichen Teil auf ein postthrombotisches Syndrom zurückzuführen ist. (Quelle: angiologie-online.de)
Ein postthrombotisches Syndrom führt zu Beinschmerzen, Spannungsgefühl und am Tage zunehmende Schwellungen. Im weiteren Verlauf kann sich ein Ulcus cruris (= offenes Bein) entwickeln.
Ein postthrombotisches
Syndrom erfordert eine Kompressionsbehandlung, so z.B. mit
Kompressionsstrümpfen, diese führt zur Reduktion des Ödems
(= krankhafte Flüssigkeitsansammlung),
zum Anstieg der Strömungsgeschwindigkeit und Verbesserung der venösen
Pumpfunktionen.
Die Verordnung von Venenmittel ist umstritten, besser wirken physikalische Maßnahmen
wie Venengymnastik, Bewegungstherapie (Schwimmen), Kaltwasseranwendungen und
evtl. Lymphdrainagen.
Spezielle Schmerztherapie bei postthrombotisches Syndrom und Behandlung der zugrunde liegenden Durchblutungsstörung:
Als hilfreich hat sich (zusätzlich) eine Infusionsserie mit Lidocain (= ein mittellang wirkendes, örtliches Betäubungsmittel) erwiesen. Dabei werden unter Pulskontrolle (Monitor) in aufsteigender Dosierung jeweils 50, 100 u. 150 mg gelöst in 200 ml Kochsalz 0,9% mit Hilfe einer Infusionspumpe (z.B. Infusomat) innerhalb eine Stunde verabreicht, wobei sicherheitshalber ein Abstand von 24 Stunden zwischen den einzelnen Infusionen eingehalten werden sollte. Man kann Lidocain (2%ig) auch serienmäßige mittels intraarterieller Injektionen in die A. femoralis (= Spritzen in die Beinschlagader) verabreichen, so z.B. 2 mal täglich 1-1,5ml (= 20-30 mg) im Abstand von 10-12 Stunden über 10 Tage. Dabei gelangt das örtliche Betäubungsmittel über die sog. Endstrombahn auch auf die venöse Seite und führt auch dort zu der gewünschten Gefäßerweiterung bei gleichzeitiger Schmerzlinderung.
Bei einem bereits bestehenden Ul kus cru ris zeigt sich unter diesen Blockadebehandlungen regelmäßig eine deutliche Rückbildungstendenz.
* Bei der sog. kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird der dünne Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Nerven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Nerven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert. Dies ist der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei Schmerzen, die durch entzündliche oder auch degenerative Prozesse entstanden sind, hilfreich ist.
Gegen ein postthrombotisches Syndrom wirken auch Gymnastik, Bewegungsbäder und Unterschenkelgüsse.
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Aktualisiert:>25.09.2008</>
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